VfL Sindorf              -           FC Rheinsüd Köln 2010 U16     0:9 (0:4)         (23.10.2011)

Kantersieg vor Ferienpause

 

Im letzten Punktspiel vor der Ferienpause mussten die Spieler des FC Rheinsüd am frühen Sonntagmorgen beim VfL Sindorf antreten. Bei herrlichstem Sonnenschein auf dem guten Rasenplatz wollten die Kölner in der Erfolgsspur der letzten Wochen bleiben und mit einem Auswärtserfolg den Anschluss an die Tabellenspitze weiter sichern.

 

Entsprechend motiviert gingen die Gäste in die Partie und bestimmten von Beginn an die Begegnung. Bereits nach 2 Minuten setzte man sich mit einer ansehnlichen Kombination über die linke Seite durch. Doch der Abschluss auf das kurze Eck war zu schwach. 2 Minuten später fingen die Sürther einen Abschlag des Torhüters an der Mittellinie ab und brachten den Ball umgehend wieder in den 16er der Kerpener. Doch der allein auf den Keeper zulaufende Stürmer konnte bei der Direktabnahme nicht genug Druck hinter das Leder bringen. Doch die Gäste steckten nicht auf und spielten weiter konsequent auf das Sindorfer Tor. Mit einem „Longline“-Pass auf der rechten Seite wurde die Führung zum 1:0 eingeleitet. Der rechte Mittelfeldspieler brachte den Ball zentral vor das gegnerische Tor, wo der lauernde Angreifer den Ball nicht sauber kontrollieren konnte. Der dahinter bereit stehende linke Mittelfeldspieler ließ sich diese Chance dieses Mal nicht nehmen und vollendete trocken mit links ins lange Eck. Keine 120 Sekunden später stellten die Gäste dann die Weichen frühzeitig auf Sieg. Im linken Mittelfeld wurde der Ball durch konsequentes Pressing erobert. Nach einer schnellen Kombination und einem klugen Pass in die Tiefe war der Stürmer frei vor dem Torhüter und vollendete überlegt. Danach ließen es die Gäste ein Weile ruhiger Angehen, zumal die Gastgeber nicht wirklich Offensivakzente setzten. Man blieb spielbestimmend ohne dabei den Zug zum Tor aus den ersten Minuten zu zeigen. Gut 20 Minuten waren gespielt als es den nächsten Aufreger gab. Wieder war ein Sürther Stürmer nach einem Pass in die Tiefe allein vor dem Torwart aufgetaucht. Nachdem er den Keeper bereits umspielt hatte, konnte dieser sich nur mit einem Foul helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte ohne Probleme zum 3:0 für den FC Rheinsüd. Den Gästen merkte man die Spiellaune auf dem schönen Geläuf bei vielen Aktionen an. Weitere Großchancen folgten in Minute 30 und 32. Insbesondere die letzte Aktion erregte trotz der klaren Führung den starken Unmut des Kölner Trainers. Wieder ein Pass in die Tiefe. Wieder wurde der Torhüter umspielt. Trotz eines Körperkontaktes fiel der Stürmer nicht und stand allein vor dem Tor der Gastgeber, wo lediglich ein Verteidiger auf der Linie versuchte ein Gegentor zu verhindern. Uneigennützig legte der Stürmer den Ball quer auf einen heranstürmenden Mitspieler. Doch dieser brachte das Kunststück fertig, den Ball aus vollem Lauf meterweit über das nahezu leere Tor zu befördern. 3 Minuten danach war die Aufregung aber vergessen und der Halbzeitstand von 4:0 wurde erzielt. Im gewohnten Schema (Pass in die Tiefe und Nahtstelle der Kerpener Viererkette) tauchte wieder ein Kölner Spieler allein zentral vor dem Tor der Sindorfer auf. Dieses Mal wurde der Ball über den Torhüter hinweg im Netz untergebracht. Nach einer weiteren guten Chance für die Gäste (ein Kopfball nach einer Ecke strich nur um Zentimeter über das Tor) ging es zum Aufwärmen in die Kabine.

 

Gleich nach Wiederbeginn stellten die Rot-Schwarzen klar, dass sie weiterhin die Oberhand behalten wollten. Nach einem Freistoß von halblinks, der zentral vor das Tor gebracht worden war, verwandelte der Stürmer im Nachfassen und halbliegend zum 5:0, nachdem der Torwart der Gastgeber seinen Kopfball zunächst fast pariert hatte.  In der 45. Spielminute gab es dann den ersten Torschuss der Kerpener an diesem Tag. Dabei musste der bis dahin tatenlose Keeper der Gäste einiges riskieren, um den Ball zur Ecke zu lenken. In den folgenden Minuten versuchten die Gastgeber etwas besser ins Spiel zu kommen. Doch zwingenden Aktionen blieben aus und selbst in dieser Phase blieben die Gäste tonangebend. Nach 59 gespielten Minuten erwarteten alle Anhänger der Gäste den zweiten Strafstoßpfiff des Tages. Der Keeper aus Sindorf sprang mit beiden Beinen voraus in den heranstürmenden Sürther und traf dabei nach Ansicht des Unparteiischen zunächst den Ball. Doch ohne Folgen blieb die Aktion nicht. Die Kölner durften einen Wechsel vorbereiten, um den angeschlagenen Stürmer herauszunehmen. Bevor der Wechsel aber vollzogen werden konnte, wurde der Spieler aber ein zweites Mal vom Torhüter gefällt. Da aber der dahinter lauernde Mitspieler des FC den Ball zum 6:0 im Netz unterbrachte, entschied der Referee auf Vorteil. In den folgenden Minuten musste der Unparteiische auf der Hut sein, denn einigen Spielern der Gastgeber war der Frust anzumerken und einige heftige Fouls waren das Resultat. Die Gäste fanden die richtige Antwort im Spiel und erzielten nach 65. Minuten im Anschluss an eine Ecke von links per Kopf das 7:0. In der 71. Minute konnte konnte der Torwart der Gastgeber nach einem Seitfallzieher des FC den Ball noch mit einer Hand über die Linie zur Ecke klären. Aber eine Minute später war er nach einer Dreifachchance der Rot-Schwarzen zum achten Mal geschlagen. Bemerkenswert war vor diesem Tor die Aktion des zentralen Mittelfeldspielers, der seinen Gegenspieler mit einem Überkopfheber regelrecht vernaschte und den Ball dann versuchte ins Tor zu schlenzen. Doch das Leder landete am Pfosten. Den Abpraller nahm ein Mitspieler direkt. Doch auf der Linie rettete ein Sindorfer für seinen geschlagenen Torwart. Den erneuten Abpraller brachte ein Sürther hoch in die Mitte, wo der zentrale Mittelfeldspieler wieder lauerte und überlegt einköpfte. Den Schlusspunkt in diesem sehr einseitigen Spiel bildete dann das 9:0 in der 74. Minute. Erneut hatte der Unparteiische auf Strafstoß entscheiden müssen, nachdem sich der Torhüter aus Kerpen wieder nur mit einem Foul zu helfen wusste. Erneut trat der Gefoulte selbst an und verwandelte sicher zum Endergebnis.

 

Ein starker Auftritt, bei dem man den Sürthern auch immer wieder die Spielfreude anmerkte, brachte den bisher höchsten Sieg in dieser Spielzeit und sichert den Spielern des FC ruhige Ferientage in der Spitzengruppe der Sonderstaffel.

 

Steffen Bolzmann