SpVgg Wesseling/Urfeld U17                -           FC Rheinsüd Köln 2010 U16                 3:2 (2:0)             (25.09.2011)

Trotz toller Moral erneut keine Punkte für 96er

 

Die 96er des FC Rheinsüd Köln bleiben auch im zweiten Spiel der Sonderstaffelsaison ohne Punkte. Im ewig jungen Duell gegen die Spielvereinigung Wesseling/Urfeld traf man am 2. Spieltag auf deren B1, einem überwiegend aus U17-Spielern bestehendem Team.

 

Bei herrlichem Frühherbstwetter war der Spielauftakt auf dem schönen Kunstrasenplatz von vielen kleinen, teils nickligen, Fouls gekennzeichnet. Insbesondere die Gastgeber versuchten sich so frühzeitig Respekt zu verschaffen. Nach einer Halbchance der Wesselinger in Folge eines zu kurz geratenen Abschlages zappelte der Ball in der 5. Spielminute bereits im Urfelder Gehäuse. Doch der Unparteiische entschied sich diesem Tor die Anerkennung wegen einer Abseitsposition zu verweigern. Das Team aus Sürth ließ sich jedoch davon nicht beirren und übernahm nun die Kontrolle der Partie. Nach einer sehenswerten Kombination über die rechte Angriffseite verfehlte der in der Mitte positionierte Angreifer mit seinem aus der Drehung abgegebenen Schuss in der 9. Minute knapp das Tor. Weitere 10 Minuten später musste der Wesselinger Keeper bei einem direkten Freistoß der Kölner abtauchen und den Ball aus der unteren rechten Ecke fischen. Nach fast einer halben Stunden dann die größte Chance seit dem nicht gegebenen Treffer. Wieder über die rechte Seite eingeleitet kam der Sürther Stürmer unbedrängt zum Kopfball. Doch der Torhüter der Platzherren konnte den Ball im Nachfassen entschärfen. So blieb es beim torlosen Remis. Gut eine halbe Stunde war gespielt als die Gastgeber ihre erste Offensivaktion vortrugen. Da die Gäste es versäumten konsequent zu stören nutzen die Heimmannschaft diese Gelegenheit und schockte die Sürther mit dem völlig überraschenden Treffer zum 1:0. Nicht einmal 120 Sekunden später verloren die Gäste den Ball im Mittelfeld im Spielaufbau. Der schnelle Konter der Gastgeber konnte erst kurz vor dem Strafraum gestoppt werden, allerdings auf Kosten eines Freistoßes. Einer der technisch besten Wesselinger ließ sich die Chance nicht entgehen und zirkelte das Leder aus 17 Metern Torentfernung direkt in das obere rechte Eck des Gästetores, wo der Ball an den Innenpfosten schlug und von dort zum 2:0 ins Tor prallte. Der Spielverlauf war innerhalb von 2 Minuten komplett auf den Kopf gestellt worden. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

 

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber ihre stärkste Phase und nutzten die spürbare Verunsicherung der Rheinsüd-Kicker für einige offensive Ansätze. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld fühlte sich kein Sürther für den 10er der Platzherren zuständig. Dieser konnte einen tollen Pass aus der eigenen Hälfte genau in die Schnittstelle der Viererkette der Gästeabwehr spielen. Der Angreifer aus Wesseling eilte nun allein auf den herausstürmenden Keeper zu und vollendete überlegt mit einem Lupfer zum 3:0 in der 44. Minute. Die Sürther brauchten angesichts des erneuten Rückschlages einige Minuten um wieder ins Spiel zu kommen. So dauerte es 12 Minuten für den ersten Torschuss in Halbzeit 2. Dies war aber ein Weckruf und wirkte wie ein moralischer Anstoß. Nun folgten innerhalb weniger Minuten weitere Torchancen und in der 57. Minute erzielten die Gäste den längst verdienten Anschlusstreffer. Ein Pass von der Mittellinie landete beim Angreifer und dieser zeigte, dass man das Lupfen auch auf der Asche in Sürth gelernt hat. 5 Minuten später fiel dann ein weiterer Treffer. Mit einem besonders sehenswerten Freistoß aus 25 Metern Torentfernung in den oberen linken Winkel des Wesselinger Tores verkürzten die Gäste auf 3:2. Hoffnung keimte auf und die Gäste drückten auf den Ausgleich. Leider fehlte die letzte Konsequenz vor dem Tor. Gleichzeitig musste man ständig auf die gefährlichen Konter der Platzherren achten. So fiel in der Nachspielzeit beinahe das 4:2. Die letzte Chance des Tages hatten aber die Gäste. In der Schlussminute kam der Ball von links als Bogenlampe in den Torraum. Der Torhüter der Gastgeber war bereits geschlagen, aber der nur knapp 2 Meter vor der Torlinie lauernde Stürmer bekam den Ball nicht unter Kontrolle, so dass die Wesselinger mit vereinter Verteidigerkraft den eigentlich verdienten Ausgleichstreffer der Gäste verhindern konnten.

 

Auch wenn die Sürther in diesem Spiel erneut mit hängenden Köpfen den Platz als Verlierer verlassen mussten, kann man der Mannschaft eine hohe Einsatzbereitschaft und eine tolle Moral attestieren. Auf der Leistung der ersten 30 Minuten und der letzten 30 Minuten gilt es aufzubauen und daraus die positiven Eindrücke mitzunehmen. Dann werden sich auch die Erfolge in der Sonderstaffel einstellen.

 

Steffen Bolzmann